Anträge

zur Delegiertenversammlung 2012

Antrag NRW zur materiellen Interessenvertretung

Die Landesgruppe NRW bringt folgenden Antrag zur Beschlussfassung bei der Delegiertenversammlung am 20.04.2012 ein und bittet die Delegierten, für diesen Antrag zu stimmen.

Der Bundesvorstand des BdB erhält von der Delegiertenversammlung den verbindlichen Auftrag, die materielle Interessensvertretung der Berufs- und Vereinsbetreuer insgesamt ab dem Jahr 2012 mit absolutem Nachdruck gegenüber den politischen Entscheidungsträgern wahrzunehmen.

Der Bundesvorstand wird beauftragt, ab Beschlussfassung der Delegiertenversammlung in Magdeburg am 20.04.2012 mit maßgeblich verantwortlichen Entscheidungsträgern wie Minister der Justiz, Minister des Inneren, Staatssekretäre, Verantwortliche im Bundestag und Bundesrat in Verhandlungen über einen angemessenen Vergütungsstundensatz zu gehen. Der Vorstand wird dazu aufgefordert, Konsolidierungsgespräche mit zentralen Entscheidungspersönlichkeiten aus Regierung und Politik zu führen und deren Statements und Erklärungen zu unseren Vergütungssätzen in unseren Verbandspublikationen bis zur nächsten Delegiertenversammlung zu veröffentlichen. Der aktuelle Stand der geführten Verhandlungen muss zu den Sitzungen des Länderrates mitgeteilt werden.

Begründung für diesen Antrag:
Bisher konzentrierte sich unser Berufsverband auf die fachliche und qualitative Weiterentwicklung des Betreuungswesens und der Berufsinhaber. Hohe fachliche Standards wurden erarbeitet und nachdrücklich eingefordert. Auf Basis der gutachterlichen Stellungnahme durch Dipl.-Kfm. Eberhard Schmädeke zu den Vergütungssätzen wird eine deutliche Vergütungsunterdeckung sichtbar, die mit einer qualitativ guten Betreuungsarbeit nicht im Einklang steht. Vergleichbare Berufsgruppen erhalten Vergütungssätze in Höhe von 52,-€ plus Umsatzsteuer. Unsere Stundensätze bestehen seit 2005 und wurden auf Grundlage der Wirtschaftsdaten aus 2003 ermittelt. Nimmt man die damaligen Entscheidungsträger ernst, so ist es heute unbestritten, dass unsere Vergütungssätze nicht mehr angemessen sein können. Eine Aktualisierung muss dringend erfolgen.
Pauschale Aussagen, wie die Kassen sind leer oder der Justizhaushalt explodiert, können, in Anbetracht  der stetigen Gehaltsanpassungen der Justizmitarbeiter und der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, nicht akzeptiert werden. Unsere Verbandsvertreter werden offiziell zu einer Interessensvertretung ihrer Mitglieder legitimiert und somit in ihrem Handeln gestärkt.

Dieser Antrag wurde in der NRW Mitgliederversammlung beraten und befürwortet.
Es zeichnen, stellvertretend für die Landesgruppe, der BdB NRW Vorstand

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Antrag NRW zur Gründung einer Projektgruppe

Die Landesgruppe NRW stellt den Antrag zur Gründung der Projektgruppe „Materielle Interessenvertretung“, die die Aktivitäten des Vorstandes begleitet und unterstützt und an den zu führenden Gesprächen teilnimmt.
Die Projektgruppe soll aus Internen (Mitgliedern der LV) und ggf. Externen (Vertreter des BGT, der Wohlfahrtsverbände oder sonstiger am Betreuungswesen Beteiligter) bestehen und unmittelbar nach der Delegiertenversammlung ins Leben gerufen zu werden. 

Begründung:
Die Verbesserung der existenziellen Grundlage von BerufsbetreuerInnen ist vorrangiges Ziel der Verbandsarbeit in Gegenwart und naher Zukunft.
Diese Projektgruppe soll weitergehende Ideen und Vorschläge entwickeln und zur Entlastung und Unterstützung des Vorstandes dienen.

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Antrag der Landesgruppe Berlin

Die Delegiertenversammlung möge beschließen:

Der Vorstand des BdB e.V. wird beauftragt, für 2012 und 2013 jeweils eine Kampagne zu entwickeln, bei der engagierte Mitglieder für ein Gespräch mit dem/der Bundestagsabgeordneten ihres Wahlkreises argumentativ und mit Materialien des Verbandes unterstützt werden.

Begründung:

Der BdB hat sich in den letzten Jahren aktiv u.a. durch die Schaffung eines Qualitätsregisters, der Gründung des Instituts für Innovation und Praxistransfer in der Betreuung, der Entwicklung eines Curriculums für Betreuungsmanagement, durch die Unterstützung von Weiterbildungsmöglichkeiten etc. für die Professionalisierung der Berufsbetreuung eingesetzt. Mit diesen sehr respektablen Ergebnissen sollten wir in Anlehnung an die Aktion 2009 „Betreuung ist mehr wert“ und in Umsetzung der Resolution der Delegiertenversammlung 2011 nun bei den einzelnen Bundestagsabgeordneten dafür werben, dass mindestens durch Anpassung unseres Vergütungssatzes von 44 auf 50 Euro (und prozentual analog für die beiden anderen Vergütungsstufen) die vom Gesetzgeber bei Einführung der Vergütungspauschalen 2005 selbst gewollte Angemessenheit der Vergütung wiederhergestellt wird.

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Antrag der Landesgruppe Bayern

Die Landesgruppe Bayern stellt den Antrag, dass der Bundesverband der Berufsbetreuer in der Bundesgeschäftsstelle in Hamburg das bestehende Referat  für Öffentlichkeitsarbeit um den Bereich der Pressearbeit erweitert und diesen auch personell verstärkt. Pressearbeit muss Aufgabe des Gesamtverbandes sein.

Insbesondere bei der Vor- und Nachbereitung  der bundeseinheitlichen Kampagnen wurden hier erhebliche Defizite sichtbar. Die einzelnen Landesgruppen sind hier auf sich allein gestellt. Es gibt weder Anleitungen noch konkrete Hilfen im Umgang mit der Presse.
Innerhalb der jeweiligen Landesgruppen besteht viel Engagement bei der Umsetzung der jeweiligen Projekte. Diese manpower ist jedoch letztlich wenig erfolgreich, wenn die Kampagnen nicht öffentlichkeitswirksam vermarktet werden.  Für die Vermarkung bedarf es aber eines professionellen Umganges mit den jeweiligen Pressevertretern, welches mit diesem Anspruch zu mindestens innerhalb der Landesgruppe Bayern nicht geleistet werden kann.
Wir sehen dies als zentrale Aufgabe des Berufsverbandes, hier mit professioneller Unterstützung  die Arbeit der Aktiven darzustellen.

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Bundesverband der Berufsbetreuer/innen e.V.
Brodschrangen 3-5 • 20457 Hamburg • Telefon: 040 - 38629030 • Telefax: 040 - 38629032
E-Mail: info@bdb-ev.de • Internet: www.bdb-ev.de

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